Montag, 2. April 2012

Dann das Meer.


Nicht irgendein Meer. Besonderes Meer.


Natürlich auch das Meer im Süden. Aber vor allem die Strände im Norden, der Nordsee. Die Inseln. Oder die Normandie und die Bretagne. Eine ganz andere Weite. Die Frische der Luft. Der Durchzug für mein chronisch unterbelüftetes Hirn.

Glaubt man in den Bergen fliegen zu können, indem man sich einfach mit dem talwärts gewandten Kopf nach unten fallen lässt, so spürt man hier den Wind unter den imaginären Flügeln, der einen tatsächlich tragen könnte. Das muss der Grund sein, warum es im Norden so wenig Berge und schon kaum welche direkt am Meer gibt: Sonst könnte der Mensch womöglich tatsächlich dazu verleitet werden, zu fliegen. Sich hinabzustürzen von den Klippen in der schrillen Annahme, die Beschleunigung der Neigung und die Tragkraft des Windes bewirkten das, was er bei Vögeln so neidisch beobachtet. Denkbar wäre, dass es zu Lemming-haften Massenflugversuchen käme, die ich unter uns gesagt leichter verkraftete, als einen gestrandeten Wal.

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